Bauchstraffung
Bei der Abdominoplastik (Bauchplastik) handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff bei dem die Körperkontur im mittleren und unteren Bauchbereich durch Entfernung von überschüssigem Fett- und Hautgewebe, sowie durch Strahlung der vorderen Bauchmuskulatur korrigiert wird. Die Abdominoplastik ist keine Übergewichtsoperation. Übergewichtige Personen die sich vorgenommen haben Gewicht zu verlieren, müssen solange auf eine Operation verzichten, bis sie in der Lage sind ihr Körpergewicht konstant zu halten. Es gibt verschiedene Techniken in der Abdominoplastik. Diese können sich mit anderen chirurgischen Methoden der Körperkonturkorrektur einschließlich der Liposuktion kombinieren.
Wann ist eine Bauchstraffung für mich das Richtige?
Eine Bauchstraffung ist dann erforderlich, wenn im Unterbauch eine echte Überlappung und Schürzenbildung von Haut und Unterhautfettgewebe vorhanden ist. Ein Eingriff ist auch sinnvoll, wenn aufgrund einer Schwangerschaft erhebliche Hautnarbenbildungen (Striae) entstanden sind. Hat der Patient nicht einen ausreichenden Hautfettüberschuss im Oberbauch, kann die Operation nicht erfolgen, da dort im Rahmen der Operation der Nabel neu eingesetzt wird. Für den Eingriff muss also genügend Haut und Fettgewebe im Oberbauch vorhanden sein, welches bis zur Höhe der Beckenkämme heruntergezogen werden kann.
Wann sollte ich mich besser nicht für eine Bauchstraffung entscheiden?
Eine Bauchstraffung ist nicht nötig bei einem lokalisierten Fettüberschuss mit noch relativ straff elastischer Haut. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten vor dem Eingriff behandelt werden. Bei Diabetes (Zuckerkrankheit) muss von einem solchen Eingriff eher abgeraten werden, da durch die Operation sehr große Wundflächen geschaffen werden, die ein intaktes Abwehrsystem erfordern. Sehr häufig ist jedoch bei der Zuckererkrankung das allgemeine Immunsystem geschwächt. Liegt eine generalisierte Fettleibigkeit vor, müssen sorgfältig die gesundheitlichen Risiken eines solchen Eingriffs präoperativ gegeneinander abgewogen werden, da bei der Operation nur eine umschriebene Fettgewebsreduktion vorgenommen wird. Eine Bauchstraffung ist ein großer Eingriff mit deutlich sichtbaren Narben. Leidet der Patient an Lungenfunktion- oder Darmentleerungsstörungen, ist von dieser Operation abzuraten, da es zu einer postoperativen Verkleinerung der Bauchhöhle kommt.