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Magenballon

Der Magenballon ist ein nicht operatives Verfahren, das vor allem bei mittlerem Übergewicht (BMI 30 - 35 kg/m²) eingesetzt wird. Aktuelle Studien, unter anderem von A. Genco und J. Scherpenisse zeigen, dass der Magenballon bei Adipositas Grad I sehr erfolgreich eingesetzt werden kann.

Indikation

Der Magenballon wird bei mittlerem Übergewicht, das heißt bei einem BMI von 30 kg/m² oder mehr eingesetzt. Teilweise wird er auch bei extremem Übergewicht verwendet, um den Patienten für eine spätere Operation vorzubereiten oder um eine für den Patienten lebenswichtige Operation überhaupt erst zu ermöglichen.

Operativer Eingriff

Der Magenballon besteht aus weichem, dehnbarem Silikon und wird durch den Mund über die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Bevor der Arzt den Ballon in ungefülltem Zustand einbringt, überprüft er den Magen mit einem Endoskop auf Abnormalitäten. Um das Schlucken des Magenballons zu vereinfachen, verwendet der Mediziner eine Oberflächenanästhesie, mit der er den Bereich der Kehle betäubt. Sobald sich der Ballon im Magen befindet, wird er über einen Katheter mit 400 - 700 ml steriler Kochsalzlösung gefüllt. Nach der Befüllung entfernt der Arzt den Katheter und das Ventil dichtet sich selbst ab. Der Magenballon schwimmt nun für sechs Monate frei im Magen. Nach dieser Zeit wird er entleert und durch den Mund wieder aus dem Magen entfernt.

Nach zirka 30 Minuten ist der Eingriff beendet und der Magenballon platziert.

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