Ohrenkorrektur
Mit einem kleinen Eingriff lassen sich abstehende Ohren leicht korrigieren. Der Eingriff wird häufig bereits im Kindesalter durchgeführt, da die Ohren ihre endgültige Größe bereits in jungen Jahren erreichen. Grundsätzlich ist er jedoch in jedem Alter möglich. Das Ohr wird dabei durch Umformung des Knorpels dauerhaft angelegt. Um sichtbare Narben zu vermeiden, erfolgt der Eingriff in der Regel von der Rückseite des Ohres.
Unabhängig von der Stellung der
Ohrmuschel ist auch eine vorteilhafte Korrektur des Ohrläppchens möglich.
Der Eingriff
Der Eingriff wird mit einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt. Bei einer Ohrenanlegung (Anthelixplastik) wird hinter dem Ohr ein kleiner Hautschnitt gemacht und der Ohrknorpel geformt oder teilweise entfernt. Nach sorgfältiger Blutstillung verschließt der Arzt die Wunde mit mehreren Nähten unsichtbar von der Rückseite des Ohres.
Nach der Operation
Nach der Operation ist eine Woche lang ein Kopfverband zu tragen. Die Fäden werden nach zehn Tagen gezogen, danach können die Haare gewaschen werden.
Für die folgenden 14 Tage bis drei Wochen ist es notwendig, die Ohrmuscheln in der Nacht durch ein Tuch oder Stirnband zu schützen, um die Wunde zu schonen und um ein Abknicken des Ohres zu vermeiden. Nach sechs Wochen ist das Ohr so fest und stabil wie vor der Operation.
Eventuell auftretende Komplikationen
Bei jedem Eingriff können Nachblutungen auftreten. Deshalb ist zwei Wochen vor der Operation die Einnahme von azelysalizysäure-haltigen Schmerzmitteln und Anzetysalizylsäure (Aspirin) zu vermeiden. Trotz aseptischer Vorsichtsmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Als Vorbeugung werden antibiotische Medikamente verordnet. Sollte es trotzdem zu einem Pochen im Ohr, zu Schmerzen oder gar zu Fieber kommen, müssen Sie umgehend einen Arzt kontaktieren.